Grußwort der Schirmherrin

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen in unserer Landeshauptstadt Dresden und herzlich willkommen zur 5. Offenen Krebskonferenz! Danke, dass Sie sich dieses Mal für die Ausrichtung in unserem Freistaat entschieden haben und dass Sie auch die Kollegen aus Polen und Tschechien für den grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch eingeladen haben.

Die Sächsische Krebsgesellschaft ist seit Jahren ein zuverlässiger und kompetenter Partner meines Hauses. Wir unterstützen Sie gern bei Ihrer Aufgabe, Patientinnen und Patienten schnell, seriös und qualitätsgesichert zu informieren. Das 2007 gestartete Brustkrebsportal für Sachsen im Rahmen des Gesundheitsziels „Brustkrebs“ haben wir deshalb aus voller Überzeugung unterstützt. Zusammen mit anderen Internetauftritten der SKG wird es mit knapp 50.000 „Klicks“ im Monat sehr gut in Anspruch genommen. Deshalb ist geplant, das Portal auch auf die häufigsten anderen Krebsarten zu erweitern.

Doch auch die besten Informationen im Internet ersetzen nicht die persönliche Beratung und die menschliche Zuwendung, die die Sächsische Krebsgesellschaft den Patientinnen und Patienten bietet. Es ist wichtig und richtig, dass Sie nicht nur eine Fachgesellschaft zum wissenschaftlichen Austausch sind, sondern dass Sie Ihre Patienten überall und jederzeit unterstützen. Mit zehn Beraterinnen an drei Standorten bieten Sie eine umfassende psychosoziale Beratung, die dringend benötigt wird. Denn circa ein Drittel der Patientinnen und Patienten leidet unter behandlungsbedürftigen psychischen Störungen. Deshalb ist im Nationalen Krebsplan der grundsätzliche Anspruch jedes Tumorpatienten auf psychoonkologische Betreuung in allen Phasen der Erkrankung festgeschrieben. Tatsächlich wurden jedoch im Jahr 2011 lediglich 11 % der Tumorpatienten ambulant psychosozial betreut. Die Versorgungslücke können wir nur gemeinsam schließen. Die Grundlagen sind mit der Evaluation zur Strukturqualität der sächsischen Tumorberatungsstellen und der dieses Jahr laufenden Untersuchungen zur Beratungsqualität gelegt.

Für Ihr Engagement meinen Respekt, Anerkennung und Dank.

Für Ihren Kongress wünsche ich Ihnen interessante Vorträge, motivierende Gespräche und auch Zeit, die kulturelle Vielfalt Dresdens genießen zu können.

Christine Clauß

Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz